Wer trinkt am besten? Richtig, Winzer. Und alle die, die das Getränk herstellen. Es ist also ersichtlich, dass es bei unserer „End of Vintage“ (Ende der Weinernte) Party recht lustig zuging. Lasst mich ein bisschen davon erzählen…
Orlando Wines hatte also geladen, und alle (übriggebliebenen) Arbeiter (nach der grossen Rausschmissaktion) waren von der Partie, um auf Kosten der Firma die Gläser klingen und Kellergehilfen singen zu lassen.
Los ging es bereits Mittags, nachdem wir alle an einem Treffpunkt vom Bus abgeholt worden, der uns bis in den Nachbarort zum Yoogali-Club kutschierte. Die Aufregung war groß, die Stimmung famos, und so bahnte sich der überfüllte Bus grölend und klatschend den Weg durch die (verhältnismäßig) engen Kreuzungen in Yoogali. Angekommen, wartete ein komischer alter Schuppen und das australische Standardessen auf uns: „Lamb Roast with Vegies.“ (Schafsbraten mit Kürbis, Kartoffeln und anderem im Ofen gebackenen Gemüse).
Da ich mich vorher schon an den unechten Kalamari Ringen satt gegessen hatte, die in Wirklichkeit Fischabfälle in Ringform waren, brauchte ich zum Glück kein Schafbraten mehr. Schließlich hatte ich den doch schon am Abend zuvor gegessen und habe eine Antipathie gegen gleiches Essen jeden Tag!
Nachdem alle Bäuche gestopft und die Meisten beim dritten Bier waren, packte dann „großer böser Chef“ und Site Manager Steven Cook seinen Laptop aus und beamte uns schöne Bilder von uns an die Wand. Das heiterte die Stimmung noch mehr auf und das Grölen, Klatschen und Lachen wurde zu einem tinnitusartigen, dauerhaftem Hintergrundgeräusch… nein, Vordergrundgeräusch.
Anschließend legte Steven sogar noch einen drauf und schenkte uns allein eine Mütze oder Basecap nach Wahl: Stylisch sexy mit einem fetten „Orlando Wines“ vorn drauf. ![]()
Währenddem wurden viele Bilder geschossen und auch ich ließ mich nicht lumpen und füllte eine 512 MB Karte bis zum Rand mit Bildern.
Nach dem großen Gruppenbild ging es noch lauter im Bus wieder zurück in die Stadt und in einen Pub. Nicht zuletzt die Klimaanlage kühlte uns ein wenig ab und so waren teilweise auch normale Gespräche möglich. Gegen Abend gingen dann Teller mit kleinen Sausage-Rolls und Meatpies herum (Blätterteig mit Fleisch drin), und danach löste sich der Trupp langsam auf. Die eine Hälfte ging ins Gemini, um sich mit Alkohol hemmungslos den Rest zu geben, die andere ging um etwas Vernünftiges zum Essen zu finden – ich ließ mich von meinem Kumpel abholen und wir verbrachten Samstag Nacht – wie jedes Wochenende – in allen möglichen Clubs und Pubs der Stadt. Dann fiel ich irgendwann morgens ziemlich kaputt ins Bett und schlief bis Mittags.
So, das war’s für den Text. Zu den Bildern: Es waren elende viele Leute da, und diese sind natürlich auf den Bildern. Ich weiß, dass ihr diese nicht kennt, dachte mir aber, dass es vielleicht einige von euch dafür interessiert, mit wem ich denn so arbeite. Entsprechend habe ich alle Bilder beschriftet; hier geht’s zur Galerie: Galerie.