Innerhalb der letzten zwei Wochen erwarteten mich einige Schläge sowohl im Berufs- als auch Privatleben. Ganz nach dem Motto „es wäre ja auch zu einfach“, erfordern einige Änderungen nun meine Flexibilität – und das so kurz vor der Zielgerade…
Wovon spreche ich? Nun, den beruflichen Schlag kennt ihr ja schon. Was ich schon lang erahnt hatte, bestätigte sich nun und ich habe mit dem Ende der Weinernte auch meinen Job verloren. Eine permanente Alternative steht derzeit noch nicht fest. Ich möchte mir ein paar Tage Pause gönnen, bevor ich wieder ins Arbeitsleben steige. Über 650 Stunden Arbeit in dreieinhalb Monaten haben ziemlich an meiner Kraft gesaugt und ich habe mir eine Pause verdient. Derzeit bin ich wieder auf das gute alte Angebot des Saubermachers Sam Panarello zurückgekommen, um mir zu zumindest ein paar Pfennig für Unterkunft und Essen zu verdienen. Gegen Ende der Woche werde ich mich aber wieder um etwas Vernünftiges kümmern.
Kommen wir nun zu der Änderung in meinem Privatleben. Kerrie Dissegna, die Frau, mit der ich nun schon seit gut 9 Monaten zusammenlebe, hat ihre eigene kleine Lovestory öffentlichkeitsreif gemacht und zieht nun mit ihrem Liebsten von Griffith nach Tasmanien. Die Beiden sind glücklich, das Gequatsche und Getratsche in Griffith ist aber unerträglich. Und so haben sie beschlossen, sich einen Traum zu erfüllen und in einem Schuppen eines Bekannten in der Nähe von Hobart einzuziehen.
Ich freue mich für sie, aber leider bedeutet das für mich, dass ich aus meinem guten alten Heim ausziehen muss. Würde ich allein weiter hier leben, kämen horrende Mietkosten auf mich zu: Und das ohne Kühlschrank und Bett – nein danke. Zum Glück habe ich wenige Tage später nach der Nachricht eine kleine, voll mobilierte Wohnung in der Stadtmitte gefunden, in die ich vermutlich einziehen kann. So ziehe ich also nächste Woche aus und vermutlich auch gleich wieder ein – in meine eigene kleine Wohnung. Schön ist sie nicht gerade, und wenn ich hier dauerhaft wohnen würde, würde ich sie mir mit ein bisschen Basteln sicherlich so hübsch machen wie es nur geht. Aber da ich ja nur noch einen Monat hier bin, mache ich mir die Mühe nicht und kümmere mich lieber noch um etwas Arbeit.
Nachdem Kerrie nun schon bald weg ist, bin ich für die volle Unterstützung meines Freundes Sid sehr dankbar, der sich schon seit Ewigkeiten für mich aufopfert. Von daher brauche ich nie Angst zu haben, allein oder gar ohne Heim dazustehen und sehe das alles ganz optimistisch.
Bilder von meinem neuen zu Hause und noch ein paar mehr Infos gibt es vermutlich in ein paar Tagen, nachdem ich eingezogen bin.
Und nun auch für alle, die es noch nicht wissen: Am 25. Juni geht mein Flug von Sydney nach Frankfurt, der mich wieder nach Hause bringen wird.
…und nein, ich möchte nicht nach Hause. Doch die Vernunft und nicht zuletzt meine Emotionen verbinden mich untrennbar mit Deutschland und stellen ein Bleiben außer Frage. Doch wer weiß, was meine Zukunft mit sich bringt…
5 Mai, 2008 um 5:38 |
Na dann guten Rückflug – nach einem Hinflug und vielen Flügen und mit Hochs und Tiefs zwischendrin
ist nur ein Flug und klar, Deutschland hat nicht diese Weite – aber für einen neuen Flug gibt es genug Airports zum Wiederabheben – und sollte das nicht reichen – in China werden gerade 50 neue Airports gebaut