Vom Sternekellner zur Laborratte

vessel.jpgSei es Reinkarnation oder Mutation – Fakt ist, ich unterziehe mich einer Veränderung, die schon bald beginnen wird…

Nach einem erfolgreichem Vorstellungsgespräch vor einer Woche und dem Medical Test habe ich es geschafft: Ich wurde positiv als Laborantin für die Weinernte 2008 bei „Orlando Wines Griffith“ selektiert! Will heißen, dass ich ab Januar Laborantin für eine Winzerei bin, deren Weine auf Zuckergehalt, Säuren usw teste und entscheide, aus welchen Trauben Wein gewonnen wird. Der Job wird zehn Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche in Anspruch nehmen, sonderlich viel soziales Leben werde ich also nicht haben. Dies ist aber nicht sonderlich schlimm, da ich ja sowieso zum Arbeiten hier bin.
Andächtig hatte ich meine letzte Chemiestunde in der Schule genossen, immer mit dem

Gedanken „nie wieder!“… und der „weiße Kittel“ fing mich doch wieder ein: Ab jetzt heißt es Formeln, Nachweise und viel, viel Wein, nur dass mein Erfolg diesmal nicht über eine Schulnote, sondern Millionen von Exportweinflaschen entscheidet. Da die Weinernte aber erst im Januar beginnt, bin ich derzeit noch auf Arbeitssuche für November. Eingetragen bei allen möglichen Jobagenturen warte ich so jeden Tag auf einen Anruf und einen Jobauftrag. Der Kellnerjob liegt auf Eis. Die Arbeit hatte mir zwar Spaß gemacht und war interessant, aber meine Ansprüche an Teamarbeit wurden nicht erfüllt. Jeder war sich selbst der Nächste, was bei einem derartigen Teamjob nicht akzeptabel ist und den Spaß an der Arbeit vergingen ließ. Egal ob der Job gut oder schlecht bezahlt ist egal ob hart oder einfach – das Flair zwischen den Arbeitern macht ihn erträglich.

Für den Falle, dass einer meiner ehemaligen Lehrer diesen Beitrag ließt:
Vielen Dank an Frau Preiß (ich hätte niemals gedacht, dass ich DAS einmal sagen muss! ;-) ). So haben die hunderte lästigen Ernährungslehrestunden doch ihren Sinn gehabt: den Nachweis dieser Stunden hätte ich niemals diesen Job bekommen.

3 Antworten zu „Vom Sternekellner zur Laborratte“

  1. Rainer Hu sagt:

    Liebe Sabine,
    …. dann hatte die Schule ja wohl doch ihren „tieferen“ Sinn …. ;-)
    Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job ab Januar.
    Nun wird das Schicksal von Millionen von Litern Wein von deinen Fähigkeiten
    als Laborantin abhängen.
    Aber du musst ja zum Glück nicht jeden dieser Liter Wein vorher verkosten.
    Werde in Zukunft beim Öffnen jeder Flasche australischen Weines daran denken, dass
    du da vielleicht die Qualitätsbeurteilung gemacht haben könntest. ;-)
    Wenn es dann einen dicken Schädel gab bekommst du dann von mir eine entsprechende Rückmeldung und Beschwerde.

    Viele Grüße (hicks)
    von

    Rainer :-)

  2. Katrin sagt:

    Hallo Sabine!
    10 Stunden am Tag ,7 Tage die Woche arbeiten!? Wann ruhst Du Dich denn da mal aus & wie lang hast Du denn den Job?

    Liebe Grüsse von Katrin

  3. Sabine sagt:

    Hallo Schwesterherz!

    Wir können sicherlich Wochenenden frei machen, wenn wir möchten.
    Die Weinernte geht von Januar bis ca. April, also genau perfekt für mich! Im Mai kann ich dann relaxen oder nur noch ein bisschen arbeiten, und im Juni gehts dann auch schon wieder mit Andreas an die Ostküste. :-)

    Sabine

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