Vom Müllsortierer zur Sternekellnerin

pfeife.jpgMan könnte auch sagen, von Gummihandschuhen zur Nagelfeile, von Trekkingschuhen zu blank polierten schwarzen Lederboots, vom Holzfällerhemd zu weißer Bluse und schwarzer Weste…

Vor zwei Wochen habe ich das erste Vorstellungsgespräch und das erste Vorarbeiten meines Lebens gehabt, und dies auch gleich mit Erfolg. Ich bin nun zu den Pinguinen übergelaufen und watschle mit einem weißen Geschirrtuch um die Rechte und die linke Hand hinterm Rücken um riesige runde Tische herum. Dieser Job ist genau mein Geschmack. Die Uniform sieht einigermaßen gut aus und passt zudem noch ausgesprochen gut, das Milieu ist geprägt von Stil, Schmuck und herausgeputzten Männern/Menschen. Ich bin also keine „Bartussie“, wie ich es erst erwartet hatte, sondern arbeite nun als Kellnerin in einem Team von acht Pinguinen in der Feierhalle bei Banketts, Hochzeiten, Jubiläen und sonstigen glamourösen Angelegenheiten. Nightclub und Bar stehen zwar auch auf meiner Arbeitsliste, werden von mir jedoch fast nie wahrgenommen.
Da ich eine gute Violine der Dancemusik und ein Glas Rotwein dem Bier vorziehe, ist dies also der beste Kellnerjob, den ich auch nur bekommen konnte. :-)

Nur ein Punkt ist an diesem Job zu kritisieren: Er ist nicht Vollzeit. Ich arbeite meistens nur am Wochenende und höchstens mal ein oder zwei Tage in der Woche, da im Frühling im Gastgewerbe nichts los ist.  Deshalb habe ich derzeit keine Megaverdienst, aber dafür viel Zeit fürs fliegen. Unter der Woche bessere ich mir deshalb mein Gehalt auf, indem ich Büros putze oder hin und wieder auf dem Feld aushelfe.
So stehe ich jeden Morgen auf und entscheide, was ich nun heute machen will. Und je nachdem auf was ich gerade Lust habe, rufe ich den jeweiligen Arbeitgeber an und sage Bescheid, dass ich heute hur Arbeit komme. Es bestehen keine Verpflichtungen, keine Mindestarbeitszeiten.
Diese Art zu arbeiten gefällt mir recht gut, da sie ziemlich relaxt ist und ich eine geniale Abwechslung jeden Tag habe. So lebe ich jetzt schon 3 Wochen auf diese Art und Weise, werde mir aber bald wieder einen Vollzeitjob suchen, um weiter an meinem finanziellen Polster zu arbeiten.

Eine Antwort zu „Vom Müllsortierer zur Sternekellnerin“

  1. Tina sagt:

    Hey Sabine!
    Das klingt alles schon wie ein Traum! Ich hoffe dir gehts gut bei deinen Abenteuern!
    Ich sitz grad ind der Uni und hab Geografie! naja nich so spannend aber so kommt man vielleicht auch mal in ein Sternehotel!!!!
    Bis bald

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